Eine spezielle Sonnenfinsternis
Eine spezielle Sonnenfinsternis

Eine spezielle Sonnenfinsternis

Die diesjährige Sonnenfinsternis habe ich mir bereits vor längerer Zeit in meinen Kalender eingetragen. Da ich normalerweise viel um die Ohren habe, erhoffte ich mir dadurch, den Tag frei halten zu können. So war seit 1.5 Jahren der Tag für die Fotografie reserviert. Bis einige Tage davor hatte ich noch nichts geplant, wollte sie jedoch nicht verpassen, da es für eine lange Zeit keine weitere Sonnenfinsternis in diesem Ausmasse in der Schweiz geben wird. Die nächste Sonnenfinsternis die grösser sein wird, wird erst im Jahr 2081 stattfinden.

In diesem Sommer wollte ich unbedingt noch eine Tour im Alpstein unternehmen, um die dortigen Steinböcke zu fotografieren. So kam mir die Idee, beides zu kombinieren und das Unmögliche zu versuchen. Einen Steinbock vor der Sonnenfinsternis zu fotografieren. Damit dies gelingen kann, müssen viele Voraussetzungen erfüllt sein. Es braucht einen Ort, an dem sich Steinböcke aufhalten, die untergehende Sonne sichtbar ist und an dem man sich so bewegen kann, dass man den Steinbock zwischen sich und der Sonne platzieren kann. Zusätzlich ist gutes Wetter nötig, damit man die Sonne überhaupt sieht.

Mit all diesen Voraussetzungen machte ich mich an die Planung und versuchte einen Ort zu finden, an dem sich Steinböcke aufhalten könnten und die untergehende Sonne sichtbar ist. Dazu nutze ich mein Wissen über die Steinbockkolonie im Alpstein, die Schweizer Landeskarte und PhotoPills. PhotoPills ermöglichte es mir den genauen Winkel der Sonne im Vorhinein zu bestimmen und so mittels der Schweizer Landeskarte zu prüfen, ob an der ausgesuchten Position die Sonnen am bis an den Horizont sichtbar ist. Dazu nutzte ich das Messtool und zog eine gerade Linie in die untergehende Sonne. Mittels des Höhenprofils konnte ich so überprüfen, ob ich mich auf dem höchsten Punkt befand oder mir eine Erhöhung die Sicht verdeckte. Nach langem Suchen und viel Nerven habe ich mich entschieden, wo der beste Punkt sein wird.

So fuhr ich mit meinem Schwiegervater in den Alpstein und wir wanderten bis zu unserem ausgesuchten Punkt. Oben angekommen machte ich mich gleich auf die Suche nach den Steinböcken. Und siehe da, den ersten Steinbock entdeckte ich etwas weiter am Weg entlang wie er dort am Wegrand lag. Kurz darauf bemerkte ich wie weitere Steinböcke von den steileren Felshängen sich Richtung grüner Wiese bewegten. So machte ich mich gleich ans fotografieren und war eigentlich bereits zufrieden, auch wenn keine Sonnenfinsternis kommen wird, oder der Steinbock nicht davor posieren möchte.

Motiviert wartete ich bis die Sonnenfinsternis gut sichtbar war. Die Steinböcke waren so nett und blieben auf der Kuppe, auf der auch wir uns befanden. So fing ich an, mich um den Steinbock herumzubewegen, sodass er sich schlussendlich zwischen Sonne und mir befand. Die nächsten Minuten waren unbeschreiblich. Deshalb werde ich einfach einige Bilder zeigen.

Mit einem grossen Lächeln machten wir uns im Dunkeln auf dem Heimweg. Dieses Erlebnis werde ich lange in Erinnerung behalten. Wer Interesse an einem Ausdruck eines der Bilder hat, darf sich sehr gerne bei mir melden.

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